Konzentration

Konzentration kann spontan oder bewusst herbeigeführt sein – sie ist eine Fähigkeit, die zu deiner Verfügung stehen soll. Sie lässt sich trainieren.

 Diese Frau starrt nicht nur mit leerem Blick auf eine Kerze…

Viele Leute glauben, dass man sich anstrengen muss, um sich zu konzentrieren. Aber das kann ein Hindernis sein. Konzentration setzt Entspannung und eine gewisse Unabhängigkeit von anderen Einflüssen voraus. Dein Körper und dein Geist sollen dich nicht stören. Dies kann man indirekt durch Yogastellungen, Atemübungen und Pratyahara erreichen, da diese Techniken das entfernen, was der Konzentration im Wege steht.

Tratak bedeutet intensive Konzentration, und ist hier ein Verlauf, der aus verschiedenen Elementen besteht. Du setzt dich in eine gute, aufrechte Stellung und verwendest zunächst Methoden, um deinen Körper und deinen Geist in einen tieferen und damit offeneren Zustand zu bringen. Dann öffnest du deine Augen, um auf eine Kerzenflamme vor dir zu schauen, denn dann bist du bereit, deine Aufmerksamkeit auf einen Punkt zu sammeln – auf die Kerze. Nachdem du auf die Flamme fokussiert hast, schließt du die Augen und trainierst die Fähigkeit, einen Gedanken oder ein Bild im Geist festzuhalten.

Wenn du deine Konzentrationsfähigkeit mit Tratak verbesserst, dann bereiten die verschiedenen Teile des Ablaufs dich auβerdem aufs Meditieren vor.

Tratak ist jedoch nur eine von vielen Konzentrationstechniken.

Tratak stärkt das Sehvermögen, indem es die Augen trainiert und ihnen Energie zuführt. Indirekt wird das Gehirn dadurch beeinflusst, dass die Augenbewegungen aufhören, während du in die Flamme schaust – das Gehirn wird entspannt.

 

Literatur: Yoga, Tantra und Meditation im Alltag  von Swami Janakananda

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